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AWO Lore Agnes Haus | Sexualpädagogik für Schulklassen und Jugendgruppen

Sexualpädagogik für Schulklassen und Jugendgruppen

Corona und Schulklassenangebote

Liebe Lehrer*innen,

das Corona-Schulhalbjahr ist abgeschlossen. Erste Planungen für das neue Schuljahr beginnen - auch wenn Vieles noch ungewiss ist.

Auch wir haben uns erste Gedanken gemacht, wie es im nächsten Schuljahr mit unseren Angeboten für Schulklassen weitergeht, und wie wir diese unter Beibehaltung der Schutzmaßnahmen, die im Lore-Agnes-Haus gelten, durchführen können.

Gegebenenfalls könnten wir vorübergehend unsere Arbeit innerhalb der Schulgebäude anbieten, dies muss jedoch im Einzelfall geklärt werden.

Wir hoffen, dass wir gemeinsam einen sehr guten Weg finden, wie dies alles umgesetzt werden kann.  Am einfachsten ist es, wenn Sie uns eine Terminanfrage schicken, damit wir dann gemeinsam die Umsetzung eines Bildungsangebotes für Ihre Schüler*innen besprechen können.

Wir wünschen Ihnen eine gute Ferienzeit und einen erfolgreichen Start in das neue Schuljahr.

Organisatorische Informationen für Lehrer*innen

Eine Vorbereitung in der Schule für den Besuch im LAH ist nicht zwingend nötig.
Die Themen aus dem Unterricht können unabhängig von unserer Arbeit durchgenommen werden, so wie Sie es immer machen.

Wir vermitteln alltagstaugliches Wissen aus praktischer Sicht, auch auf dem Hintergrund unserer Beratungsarbeit, wobei wir uns an Alter und Entwicklung orientieren.

Vorab müssen Sie uns die Anzahl der Mädchen und der Jungen je Klasse mitteilen, damit wir uns vorbereiten können. 
Informieren Sie uns bitte auch über besondere Vorkommnisse und Eigenheiten seitens der Jugendlichen, die wir für unsere Vorbereitung brauchen.
In der Regel arbeiten wir mit zwei Fachkräften, einem Mann und einer Frau, meistens geschlechtshomogen.

Mit einzelnen Klassen arrangieren wir nach eigener Einschätzung auch für einen Teil der Zeit eine gemeinsame Arbeitseinheit zum Ende der Veranstaltung.

Die begleitenden Pädagog*innen verbleiben auch während der Veranstaltung als Ansprechpartner im Hause, z. B. wenn einzelne Kinder aus verschiedensten Gründen den Unterricht massiv stören, oder ihre Teilnahme in Frage stellen.
Sie haben die Möglichkeit, in einer gemütlichen Sitzecke einen Kaffee zu trinken.

Dieses sexualpädagogische Angebot ist für Essener Schulen kostenfrei. In der Regel besucht Ihre Klasse unsere Einrichtung von 10.00 - ca. 12.00 Uhr.

Neben diesem Angebot können Schulklassen und Jugendgruppen auch unseren vierteiligen Parcours "Love4You" zu HIV/STI, Verhütungsmittel, Körpersprache und Reden lernen durchführen.

LINKTIPP
"Sexualpädagogik - Brauchen wir das?" Ein interessanter und unterhaltsamer Kurzfim (04:49) auf dem Videoportal "Vimeo"  

Sexualpädagogik für Schulklassen

Sexualpädagogik für Schulklassen und Jugendgruppen bedeutet das Herstellen einer offenen, bejahenden und respektvollen Atmosphäre, in der möglichst offen gesprochen und gefragt werden kann.

Eigene Vorstellungen darüber, wie denn der "Sex" nun sein "muß", damit es "richtig" geht, können in einer solchen Atmosphäre leichter angesprochen werden.

Bevor Heranwachsende ihre ersten Erfahrungen machen, bekommen und sehen sie eine Vielzahl an Bildern, Klischees und Verhaltensmustern, die sie verarbeiten müssen, ohne sie mit den Eltern oder Lehrern zu teilen. Auch der Einfluß von Gleichaltrigen und ebenso auch die Welt der Medien kann verschiedenste Auswirkungen haben und sexualpädagogische Gespräche erfordern.

"Stimmt das, wenn....." und  "Aber ich hab im Internet gesehen....." sind willkommene Einladungen zum gegenseitigen, respektvollem Austausch in der Gruppe und zum wohlmeinendem Ergänzen von Halbwissen, nicht nur bei einer 6. Klasse.

Dies muß selbstverständlich empathisch und rücksichtsvoll, aber auch freundlich und unterhaltsam geschehen.

Konkretes Wissen und Informationen über körperliche und emotionale Vorgänge in der Sexualität sind nicht generell Tabu und jede Frage hat ihre Berechtigung. Hier steht eine altersgerechte und situative Aufbereitung im Vordergrund. Unsere Arbeit steht unter der Prämisse, dass die Jungen und Mädchen profitieren sollen, ohne sich zu schämen.

Phantasien, Tatsachen und Gerüchte bekommen den geeigneten Raum, um vorgetragen und konkret besprochen zu werden und ein oft vorhandenes Halbwissen kann erweitert werden.

Dabei geht es auch um Normen und Wertvorstellungen, um Fragen der Grenzziehung und der Entfaltung von Individualität, Gleichberechtigung, Ethik und Moral.